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Das perfekte Kinderzimmer. So geht's.

Helles Kinderzimmer

Ein gutes Kinderzimmer sieht nicht nur schön aus. Es ist sicher, es wächst mit und es lässt das Kind so viel wie möglich selbst machen. Wir haben die wichtigsten Regeln aus der Kindersicherheit mit den besten Ideen aus der Montessori-Welt kombiniert.

Sicherheit kommt zuerst

Bevor es um Farben und Deko geht, muss das Zimmer sicher sein. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder empfiehlt stabile und kippsichere Möbel ohne Spalten und mit abgerundeten Ecken. Regale und Kommoden gehören fest an die Wand geschraubt, denn kletternde Kinder bringen auch schwere Möbel zum Kippen. Steckdosen brauchen Kindersicherungen, und Fenster ohne abschließbare Griffe bekommen eine Fenstersicherung. Stellt außerdem keine Sitz- oder Klettermöbel direkt ans Fenster. Ein weicher Boden aus Teppich oder Kork dämpft Stürze. Und Hochbetten sind erst ab etwa sechs Jahren geeignet, vorher ist die Sturzgefahr zu groß.

Der wichtigste Handgriff. Wenn ihr nur eine Sache aus diesem Beitrag umsetzt, dann diese. Schraubt alle hohen Möbel an die Wand. Das dauert pro Möbelstück zehn Minuten und verhindert die gefährlichsten Unfälle im Kinderzimmer.

Alles auf Augenhöhe des Kindes

Der schönste Gedanke aus der Montessori-Welt ist einfach. Das Kind soll alles, was ihm gehört, selbst sehen, erreichen und wieder wegräumen können. In der Praxis heißt das niedrige, offene Regale statt hoher Schränke, Haken auf Kinderhöhe für Jacke und Rucksack und ein Spiegel, der nicht auf Erwachsenenaugen ausgerichtet ist. Wer mag, probiert ein Bodenbett mit 15 bis 20 Zentimetern Höhe, denn da kommen schon Krabbelkinder allein hinein und wieder heraus. Wichtig bleibt auch hier, dass jedes Regal fest an der Wand sitzt.

Weniger Spielzeug, mehr Ordnung

Kinder spielen konzentrierter, wenn weniger herumsteht. Bewährt hat sich ein offenes Regal mit wenigen Sachen, die auf Tabletts oder in Körben bereitstehen, während der Rest in einer Kiste im Schrank wartet. Alle paar Wochen wird getauscht, und plötzlich ist das alte Spielzeug wieder spannend. Aufräumen wird so nebenbei zum Teil des Spiels, weil jedes Ding einen festen Platz hat.

Schön wird es von ganz allein

Für die Gestaltung braucht es keine Mottotapete. Eine ruhige, helle Basis mit zwei oder drei kräftigen Farbakzenten wirkt freundlich und wird nicht so schnell langweilig. Bilder hängen auf Augenhöhe des Kindes, eine warme Leselampe macht die Bücherecke gemütlich, und ein Teppich markiert die Spielzone. Vieles davon findet ihr übrigens hervorragend gebraucht, denn Kindermöbel werden selten kaputtgespielt und sind auf Kleinanzeigen oft günstig zu haben.

Unser Fazit

Das perfekte Kinderzimmer ist sicher verschraubt, auf Kinderhöhe gedacht und eher leer als voll. Alles andere ist Geschmackssache. Fangt bei der Sicherheit an, dann beim niedrigen Regal, und lasst das Zimmer mit dem Kind mitwachsen.

Quellen zu diesem Beitrag

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